Nach Wochen der Spekulationen ist es da: Das Nothing Phone (4a) Pro. Mit einem aggressiven Preispunkt, dem Sprung auf Android 16 und einer Kamera, die man sonst nur in der Oberklasse vermutet, schickt sich Carl Peis Unternehmen an, den Markt für 2026 neu aufzumischen. Wir haben alle Fakten, Daten und erste Testergebnisse.
Design: Erwachsen geworden, aber immer noch „Nothing“
Das Nothing Phone (4a) Pro bricht mit einer Tradition: Während die Vorgänger oft auf verspielte Transparenz setzten, wirkt das (4a) Pro deutlich seriöser. Die Rückseite besteht nun teilweise aus hochwertigem Metall, was dem Gerät eine angenehme Schwere und Griffigkeit verleiht. Dennoch bleibt die Identität gewahrt: Das ikonische Glyph-Interface ist zurück, wurde aber funktional erweitert.
Dank der neuen IP65-Zertifizierung ist das Gehäuse nun besser gegen Staub und Strahlwasser geschützt – ein wichtiges Upgrade für die Langlebigkeit im Alltag. Neben dem klassischen Schwarz und Weiß sorgt besonders die neue blaue Farbvariante für Aufsehen.
Display und Prozessor: Performance ohne Kompromisse
Herzstück des Smartphones ist der brandneue Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4. In ersten Benchmarks zeigt der Chip eine beeindruckende Effizienz und liefert genug Power für anspruchsvolles Multitasking und Gaming. Unterstützt wird er von satten 12 GB RAM.
Das Display setzt in dieser Preisklasse Maßstäbe:
- Typ: 6,83 Zoll AMOLED
- Bildwiederholrate: Dynamische 144 Hertz für butterweiches Scrollen.
- Auflösung: 2800 x 1260 Pixel (450 PPI).
Kamera-Revolution: Der 140-fache Zoom
Die größte Überraschung findet sich auf der Rückseite. Nothing verbaut ein Triple-Kamera-System, das von einem 50-MP-Hauptsensor angeführt wird. Das Highlight ist jedoch die Tele-Linse mit 3,5-fachem optischen Zoom, die digital bis zu einer 140-fachen Vergrößerung reicht.
In unserem ersten Praxistest überzeugt vor allem der Porträtmodus (24mm, 48mm und 80mm Brennweiten), der eine natürliche Tiefenschärfe erzeugt, die man sonst nur von dedizierten Kameras kennt. Einzig die 5,4-MP-Selfie-Kamera fällt im Vergleich etwas ab und schwächelt bei schwierigen Lichtverhältnissen leicht.
Software: Das erste echte Android 16-Erlebnis
Das (4a) Pro wird direkt mit Nothing OS 4.1 ausgeliefert, das auf dem brandneuen Android 16 basiert. Die Software-Erfahrung ist minimalistisch und pfeilschnell. Zu den neuen Features gehören:
- AI Eraser: Ein Tool in der Galerie, das störende Objekte oder Personen lokal auf dem Gerät (ohne Cloud-Zwang) entfernt.
- Depth Effect: Der Sperrbildschirm nutzt nun Tiefeneffekte, bei denen sich die Uhrzeit hinter das Motiv schiebt.
- Live Updates via Glyph: Statusanzeigen für Lieferdienste oder Timer werden direkt über die Lichtstreifen auf der Rückseite visualisiert.
Update-Versprechen: Nothing garantiert für das (4a) Pro drei große Android-Versionssprünge (bis Android 19) und vier Jahre lang regelmäßige Sicherheitsupdates.
Akku und Laden
Mit einem 5080-mAh-Akku kommt das Gerät auch bei intensiver Nutzung sicher durch den Tag. Geladen wird mit bis zu 50 Watt. Ein Wermutstropfen bleibt: Auf kabelloses Laden wurde verzichtet, um den Preis attraktiv zu halten. Zudem liegt, wie mittlerweile üblich, kein Netzteil im Lieferumfang bei.
Fazit: Ein starkes Gesamtpaket
Für einen Marktpreis von ca. 479,- bis 549,- Euro (je nach Speicheroption) liefert Nothing ein Smartphone ab, das gefährlich nah an die Flaggschiffe der Konkurrenz rückt.
Die Stärken:
- Herausragendes 144Hz-Display.
- Flüssiges Android 16-Erlebnis ohne Bloatware.
- Starke Haupt- und Telekamera.
Die Schwächen:
- Kein kabelloses Laden.
- Durchschnittliche Frontkamera.
Das Nothing Phone (4a) Pro ist ab sofort im Handel und online erhältlich.
© Redaktion Wochenblatt Technik 2026
